Exorzisten…

… wollte Cleo mir neulich schon schicken, aber jetzt wäre es definitiv angebracht. Meine Ma war ja zwischenzeitlich wegen erhöhter Blutzuckerwerte wieder eine Woche im Krankenhaus. Einen Tag zuhause, fiel sie gestern abend im Wohnzimmer einfach um und brach sich den Oberschenkelhals. Gegen 19 Uhr wurde sie vom ASB abgeholt. Zunächst ins Bürgerhospital. Als nach dem Röntgen feststand, daß es sich tatsächlich um einen Bruch handelt, suchte man ein Krankenhaus mit Intensivbett. Gegen 22 Uhr kam endlich der Rückruf von der Uniklinik, daß sie dorthin verlegt werden kann. Dort angelangt waren wir auf einmal umringt von zig Fachärzten, weil meine Mutter Diabetes, einen Herzschrittmacher und Osteoporose hat, und ein blutverdünnendes Mittel nimmt, das normalerweise 5 Tage vor einer Operation abgesetzt wird, da sonst die Gefahr besteht, daß die Blutung während dessen nicht zu stoppen ist. Operiert werden muß sie auf jeden Fall, es ist auch kein einfacher Bruch, das wäre zu simpel. Die Knochen werden genagelt, geschraubt und mit Draht umwickelt. Nachdem man sich beraten hatte, kam man überein, sie im Laufe des folgenden Tages zu operieren (also heute). Bis dahin sollte sie noch vorbereitet werden und präventiv eine Bluttransfusion bekommen. Ein Oberschenkelhalsbruch sei ansich zwar ein Routineeingriff, aber mit all den Krankheiten, die meine Mutter hat, doch keine einfache Operation. Ich muß sagen, daß der Auftritt der Uniklinik hier in Frankfurt mich bis dato am meisten überzeugt hat. Dort war man, im Gegensatz zu andern Häusern, äußerst auskunftsfreudig und entgegenkommend. Man hatte das Gefühl, daß das Wort HUMANmedizin seinen Namen dort tatsächlich verdient. In den andern Institutionen hatte man eher den Eindruck, lästig zu sein und unerwünscht. Gegen halb eins war ich dann zuhause, voll mit Eindrücken und tausend Gedanken im Kopf. Um 12 sollten wir heute anrufen, wann meine Mutter jetzt definitiv operiert wird, da hieß es, sie sei gegen 11 in den OP geschoben worden, und wir sollen heute abend nochmal anrufen. Obwohl ich nun vordergründig besorgt bin, daß sie erstmal die Operation gut übersteht, hab ich mal zum Thema gegoogelt, weil der eine Arzt meinte, eine Reha käme nur in Frage, wenn der Patient auch reha-fähig wäre. Zitat: „War der Verletzte bereits vor dem Unfall nicht mehr sehr mobil, wird er durch einen Oberschenkelhalsbruch häufig pflegebedürftig.“ Wenn das so ist, dann wird meine Mutter nach dem Krankenhausaufenthalt wohl nicht mehr allein in ihrer Wohnung leben können. Das klingt so abstrakt für mich, daß ich es noch gar nicht fassen kann. Ich kann mir nicht vorstellen, daß meine Mutter in ein Heim kommt…

Beim Tierarzt war ich gestern auch noch (nach der Arbeit und vor der Orgie mit meiner Mutter). Klein-Greebo zahnt und hat eine Entzündung. Sie braucht Antibiotika und ganz viel Liebe 😉

Am Wochenende war ich im Opal-Rausch und hab drei Sortimente bestellt.

Antonia aus Tirol

Schafpate

Käthe Kruse

Versteht ihr jetzt, warum ein Exorzist hier durchaus angebracht wäre? Andererseits (auf den Text achten, nicht auf Campino;-) ):

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5 Kommentare

Eingeordnet unter Blabla, Gekauft

5 Antworten zu “Exorzisten…

  1. Wem hast Du eigentlich was getan, daß er Dir so einen Fluch auf den Hals schickt?

    Die Entscheidung, vor der Ihr damit jetzt wohl steht, ist furchtbar – ich wünsche Euch von ganzem Herzen, daß Ihr eine Lösung findet, die für alle einfach nur gut ist.

    Schick doch Greebo einfach mal rüber. Hier sind zwei ganz große Katzenschmuser, die können Euch dann mal entlasten.

    Deine Beute sieht zauberhaft aus!

    Ganz liebe Grüße
    Bianca

  2. … wenn es kommt, dann knüppeldicke, was?!

    Ich hoffe, Deiner Mam, geht es nun schon wieder etwas besser?!

    Laß` Dich mal knuddeln!!! … übrigens, schöne Wolle, haste da bei Dir aufgenommen! 😉

    LG,
    Pupe

  3. Liebe Di!
    Ich hoffe, die OP ist gut gegangen und das Deine Mutter schnell wieder auf die Beine kommt (und zwar im wahrsten Sinne des Wortes!)! Ich drück Euch ganz dolle die Daumen!
    pass auf Euch auf.

    Eve

  4. Hallo Diana,
    Wir trösten wohl auch nur noch hin und her, hm? Ich hoffe, Deine Mutter hat die OP gut überstanden. Manchmal kommt aber auch alles zusammen im Leben, ich wünsche Dir auf jeden Fall ganz viel Kraft für die kommenden Ereignisse und Entscheidungen.
    Hier denkt jemand an Dich.
    Julia

  5. Hallo! Zunächst mal alles Gute für Deine Mutter.
    Und dann für Dich!

    Es wird sehr wahrscheinlich sein, dass Deine Mutter nun auf Pflege angewiesen sein wird. Aber diesmal hast Du etwas Zeit, Dich darauf einzustellen und vorzubereiten. Wenn Du Dich gegen eine Heimbetreuung entscheidest, sieh unbeding zu, dass du einen guten Pflegedienst findest , denn allein ist Pflege nicht zu bewältigen. Dein Leben geht weiter und die Pflege Deiner Mutter geht allem gnadenlos vor- darunter leidet Deine Gesundheit, Dein Familienleben, Dein Beruf- alles.
    Eine gute Heimpflege kann eine Alternative sein, denn dann kannst Du unbelasteter für Deine Mutter da sein.
    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und genügend Selbstbewußtsein für die richtige Entscheidung!

    Liebe Grüsse
    Kerstin

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