4. November 2009

Bastelstunde

Die Perlen von Sonntag sind zum Teil schon verarbeitet. War ja auch keine große Kunst ;-)

Es ging – was mir momentan entgegen kommt – wirklich schnell und hat trotzdem (oder gerade deswegen) sehr viel Spaß gemacht. Es lebe das Minimalprinzip ;-)

Und dann war da noch das Thema Scrapbooking. Ich habe in diversen amerikanischen Blogs schon viele Entwürfe dieser Collagen gesehen und irgendwie keimte in mir der Wunsch auf , auch mal so ein Bild zu schnipseln. Auf der Suche nach Informationen und Material kam ich bei meiner Recherche drauf, daß es auch digitales Scrapbooking gibt und konnte es mir nicht verkneifen:

Die Vorlage dazu hab ich hier runtergeladen.

Ich kann aus Platz- und finanziellen Gründen nur hoffen, daß dieser Bastelvirus nicht die gleichen Auswirkungen hat wie der Strick-und-Woll-Bazillus :-)

3. November 2009

Altlasten

Bianca fragte mich neulich, ob ich vom Laden noch Merinowolle im Keller hätte. Hab ich ;-) Bei der Gelegenheit hab ich mal wieder meine Bestände gesichtet und sortiert und mich dazu entschlossen, einiges davon nach und nach in Ebay einzustellen. Besagte Merinowolle – SAMSON von GGH – macht heute den Anfang. Vielleicht hat ja jemand Interesse?

Einfach auf’s Bild klicken:

Es würde mich freuen, wenn diese Schätzchen ein schönes, neues Zuhause fänden ;-)

2. November 2009

Huch,…

… eben war doch erst Freitag?! Wo ist bloß das Wochenende geblieben? War gestern noch jemand auf der Kreativ Welt in Wiesbaden? Und, wie hat es Euch gefallen? Ich hatte leider nur vier Stunden Zeit, um mit meiner Freundin Moni über die Messe zu stolpern, und nachdem wir alleine zwei Stunden in der nächstbesten Halle (Erdgeschoß links) verbrachten, haben wir den Rest dann im Sauseschritt erledigt. Irgendwie hab ich es dann aber doch geschafft, Perlen und Zubehör, um Ketten zu basteln, Material für Scrapbooking (das ich gerne mal ausprobieren möchte), einige Schablonen und – wer hätte das gedacht ;-) – Wolle an mich zu reißen. Erschreckend fand ich die Durchsage, daß an den Ständen viel geklaut wird und die Besucher bitte auf ihre Handtaschen aufpassen sollen. Da denkt man immer, Kreative seien gute Menschen…

Das Verena Sockenheft ist mir zwischenzeitlich auch zugelaufen und hat mich sehr versöhnlich gestimmt ;-) Ich find’s klasse und weiß gar nicht, welches Modell zuerst anschlagen.

Dann haben wir heute mal wieder festgestellt, daß doch nichts über einen regen Austausch zwischen Krankhauspersonal und Angehörigen geht. Gestern hatten Petra und ich meine Mutter besucht und im Zuge dessen auch Kontakt mit einigen Schwestern. Als Petra heute ins Krankenhaus kam, war das Bett meiner Mutter leer. Ihr könnt euch sicher denken, was einem in so einem Moment durch den Kopf geht… Wie sich herausstellte, hatte meine Mutter heute einen Nachsorgetermin in der Uniklinik, und die haben sie gleich dabehalten, weil sie nochmal operiert werden müßte. Wiesoweshalbwarum konnte keiner sagen, die zuständige Ärztin war nicht im Haus und wir warten noch immer auf Rückruf. Ich befürchte, daß eine weiter Narkose den Geisteszustand meiner Mutter nur weiterhin verschlimmern wird. Wobei, geht das überhaupt? Sie weiß jetzt schon nicht mehr, wo sie ist und findet es amüsant, daß ihre Besucher immer weiße Klamotten tragen. Sie spricht über Petra mit Petra, als wäre sie nicht da. Ich hab keine Ahnung, was sie denkt, wo sie ist und wer wir sind. Aber Waschpulver und Lenor sollen wir mitbringen, wenn wir einkaufen gehen… Damit nicht genug, muß meine Schwiegermutter völlig überraschend morgen auch ins Krankenhaus. Nein, langweilig wird es nicht. Nicht wirklich!

Stricktechnisch dümpel ich so vor mich hin. Eine Jacke hab ich angefangen, da hab ich mich aber beim zweiten Ärmel verstrickt und keine Lust, das ganze aufzuziehen, und hab stattdessen einen Pulli angefangen. Parallel warte ich auf ein Päckchen. Das war ganz lustig, erkläre ich aber zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlich.

Was war noch? Ach ja, unser Lieblingswollgeschäft hatte endlich die von mir lang ersehnten Lana Grossa Design-Nadeln aus Holz. Oder waren’s Nadeln aus Design-Holz? Egal, auf alle Fälle wunderschön, und da mußte ich mir gleich ein Sortiment in den von mir bevorzugten Nadelstärken (4 – 6 mm) und ein Nadelspiel zulegen. Es strickt sich wirklich gut damit ;-)

Gefreut hab ich mich heute auch und konnte es kaum glauben. Ich habe meinen ersten Artikel in Dawanda verkauft :-)

Nein, langweilig wird es nicht…

29. Oktober 2009

Ja, doch…

… gestrickt wird hier auch noch ;-) Nix Großes, aber immerhin. Mal wieder ein Eigentlich-Projekt: Eigentlich wollte ich gar keine neue Wolle kaufen. (Doch dann gefielen mir die Farben so gut, daß sie mich im Regal liegend magisch anzogen. Aber nur da, wie sich beim Stricken rausstellte.) Eigentlich sollte aus der Wolle eine kurze Jacke werden. (Aber dann gefiel mir das Modell nicht mehr.) Eigentlich hab ich schon genug Schals und Ärmelstulpen. (Kann man eigentlich jemals genug Schals und Ärmelstulpen haben?) Lange Rede, kurze Bilddokumentation:

Abgewandelte Version des Schals Modell 39 aus Filati Ausgabe 38

Abgewandelte Version Ärmelstulpen Modell 10 aus Rebecca Nr. 38

Material: „Cento“ von Lana Grossa, Nadelstärke Schal 6 mm, Ärmelstulpen 5 mm. Verbrauch für den Schal: 300 Gramm, für die Stulpen insgesamt ca. 100 Gramm.

Was gibt’s sonst Neues? Von meiner Mutter wurde in der betreuten Reha jetzt ein Persönlichkeitsprofil erstellt, es wurden neurologische Untersuchungen und ein CT vom Kopf gemacht, was zur Folge hat, daß nun ein Eilantrag auf Pflegestufe 1 gestellt wird. Die Ärzte und Pfleger sind sich einig, daß sie nach ihrem Oberschenkelhalsbruch und dem Grad ihrer Demenz nicht mehr alleine leben kann und eine häusliche Betreuung in ihrem Fall nicht ausreicht. Aktuell hat man jetzt festgestellt, daß ihre roten Blutkörperchen im Keller sind, weshalb sie in den nächsten Tagen  eine Magespiegelung gemacht bekommt. Zwischenzeitlich hat sie eine Phase erreicht, in der sie das Pflegepersonal im Krankenhaus dermaßen „terrorisiert“, daß man sie medikamentös ruhig stellt, auch um sie vor sich selbst zu schützen. Nächsten Freitag soll sie in ein Pflegeheim, das noch zu suchen ist, entlassen werden… Was mir bei der ganzen Geschichte am meisten zu schaffen macht, ist dieser abrupte Wechsel von „normal“ zu dement. Hätte ich es vorher gewußt, hätte ich ihr sicher noch was zu sagen gehabt. Heute würde ich ihr gerne sagen, wie dankbar ich für alles bin und daß ich sie lieb habe… und sie es versteht. „Lebe jeden Tag, als wär’s der letzte- irgendwann wirst du recht behalten!“, das hab ich mir mal auf die Fahne geschrieben. Heute weiß ich, es geht nicht darum, recht zu haben. Leb einfach. Carpe diem…

„Frag nicht (denn Wissen ist ein Frevel ), welches Ende die Götter mir, welches sie dir, Leukonoe, zugedacht haben, und lass die Finger von babylonischer Astrologie! Wie viel besser doch, was immer sein mag, zu ertragen! Ob Jupiter noch viele Winter uns zugeteilt hat oder den letzten, der jetzt an entgegenstehenden Klippen das Tyrrhenische Meer bricht – lebe mit Verstand, kläre den Wein und beschränke ferne Hoffnung auf kurze Dauer! Noch während wir reden, ist die missgünstige Zeit schon entflohen: Nutze den Tag, und glaube so wenig wie möglich an den nächsten!“ – Horaz

23. Oktober 2009

Kennen wir nicht alle einen?

22. Oktober 2009

Rumgealbert ;-)

21. Oktober 2009

Verena zu verschenken

Wenn ich so die allgemeine Reaktion auf die neue Verena in andern Blogs sehe, drängt sich mir der Verdacht auf, daß ich ein ganz anderes Heft habe als alle anderen, die wirklich davon begeistert zu sein scheinen. Nicht ein Modell, das mich spontan angesprungen hätte. Was heißt spontan? Selbst nach mehrmaligem, wohlwollendem Sichten kann ich um’s Verplatzen kein Modell finden, das mir so gut gefällt, daß ich es gerne stricken würde. Davon abgesehen: nach wie vor geht mir dieses over-styled ziemlich auf den Senkel. Ich möchte keine Klamottenzusammenstellungen sehen, mit denen ich mich – selbst in einer Großstadt wie Frankfurt – nicht öffentlich blicken lassen könnte, ohne zu recht (wie ich finde) Spott und Hohn zu ernten. Geschweige denn auf der Arbeit! Und wo ich gerade in Stänkerlaune bin*: Ich finde es unmöglich, daß ein international führendes Strickmode-Magazin (das ist keine Ironie meinerseits, so steht es tatsächlich auf der aus dem Boden gestampften Homepage) nicht in der Lage zu sein scheint, den Erscheinungstermin seines Magazines auf besagter Homepage zu plazieren, aber das nur so nebenbei. Wer also noch nicht hat und will nochmal: gegen frankierte Rückumschlag geb ich die aktuelle Verena gerne her.

Ein Wort zur Versöhnung: vielen lieben Dank für die zahlreichen Kommentare zu Modell Nr. 9! Das läßt mich glauben, daß ich geschmacklich nicht generell total daneben liege ;-)

* Ich hab seit Sonntag Migräne und Spannungskopfschmerzen und der Doc hat mir gestern drei Spritzen verpasst. Kann sein, daß da irgendwas drin war, was das Aggressionspotential steigert oder so…

Spontan fällt mir ein Zitat aus einem Buch (weiß grad nicht aus welchem) von John Irving ein:
„Und so schwimmen wir weiter gegen den Strom“
Schwimmt jemand mit, außer mir?

18. Oktober 2009

Modell 9…

… ist fertig:

Gefunden in „Merino – Ausgabe 4″ von Lana Grossa

Eigentlich gefiel mir die Farbe (Bingo Melange Lila) im Heft sehr gut, aber im Original erwies sich die Wolle als nicht so schön lila, deshalb fiel meine Wahl auf Bingo Chinè (Farbe 519) in petrol. Hier noch im Knäuel ;-)

Verbrauch bei Größe 40/42 wie im Heft angegeben 650 Gramm, verstrickt mit Ns 5 mm.

Die Ärmel hab ich nur halb- und nicht 3/4-lang gestrickt, den Kragen komplett weg gelassen, dafür vorne Blenden angestrickt und die Knöpfe und Knopflöcher dort plaziert, weil ich verhindern wollte, daß sich die Enden einrollen.

Wie heißt es im Heft so schön: Casualwear. Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich mag sie :-)

14. Oktober 2009

Traumdeutung ;-)

Ich weiß nicht, wie wir drauf kamen, aber Aleks und ich unterhielten uns heute über’s Träumen. Besser gesagt über Träume ansich. Bei mir ist es so, daß mein Unterbewußtsein seit etlichen Jahren schon zwei Themen zu favorisieren scheint. Zum einen geht es darum, auf dem Wasser zu sein und plötzlich droht das Boot zu kentern, ich hab Angst zu ertrinken, und zum andern befinde ich mich in einem Haus und entdecke freudig neue Zimmer, die scheinbar kein Ende nehmen. Diese beiden Grundthemen sind immer die gleichen, wenngleich die Situationen (beim Wassertraum) und die Häuser und deren Zimmer variieren. Ich hab mir nie groß Gedanken darüber gemacht, ob oder was diese Träume zu bedeuten haben, aber durch das Gespräch heute bin ich doch neugierig geworden. Es lebe das Internet oder in diesem Fall diese Seite! ;-)

Zum Thema „ertrinken“: „Ein solcher Traum weist darauf hin, dass etwas nicht stimmt – Sie scheinen massive Probleme zu haben, vielleicht zu viele Pflichten, so dass Sie das Gefühl haben, darin zu ertrinken. Verlieren Sie nicht den Lebensmut. Sie haben sich in eine Situation hinein manövriert, die Sie nicht mehr kontrollieren können.
Werden Sie vor dem Ertrinken gerettet, ist sicher, dass Sie genug Widerstandskräfte besitzen, um aus einer scheinbar ausweglosen Situation unbeschadet herauszukommen.“

Zum Thema „Haus/ Zimmer“: „Das Haus versinnbildlicht immer den Träumer selbst, sein Ganzes, die Seele mit einbezogen. In Frauenträumen zeigt der Zustand des Hauses die augenblickliche Situation… Jedes Zimmer im Haus hat seine eigene Bedeutung… Durchforschen Sie im Traum das Haus, versuchen Sie sich zu ergründen…“ In meinen Träumen gibt es nur Wohnzimmer, dazu hab ich folgendes gefunden: „Das Wohnzimmer steht für Entspannung, allerdings im Gegensatz zum Schlafzimmer für eine gesellschaftliche, sozusagen öffentliche Entspannung. Es geht hier um Kommunikation im Freundeskreis oder um das Treffen der Familie. Gehen Sie von einem Zimmer in ein anderes, dann deutet das einen Wandel an.“ Wenn ich aber jetzt von einem Wohnzimmer in ein anderes gehe oder dort verweile, deutet das dann auf stagnierenden Wandel hin? Grübel…

Träume können aber auch komisch sein. Wollt ihr mal was zu lachen haben? Was soll’s, wenn wir schon dabei sind… Ich hab mal geträumt, Roger Cicero hätte mich zum Tanzen eingeladen. So, jetzt ist es raus und der Lächerlichkeit preisgegeben. Dazu muß ich sagen, daß ich nach einem fulminant beschämenden Abschlußball den eisernen Schwur leistete, nie mehr in meinem ganzen Leben auch nur einen Samba oder sonst was auf’s Parkett zu legen. Egal, auf jeden Fall waren wir in einem ganz führnehmen Lokal. Besagter Herr hat mir im Laufe des Abends ein Paar rote Schuhe geschenkt und mir zum Abschied (seh mich noch aus der Limousine steigen, um 20 Kilo leichter und in einem atemberaubendem Abendkleid) einen Kuß gegeben. Nein, nichts erotisches, ohne Zunge oder gar Körperflüssigkeiten; ganz sanft nur. Zärtlich. Ich schweife ab. Das wirklich witzige war, daß meine Freundin Petra mir kurz darauf die CD „Beziehungsweise“ geschenkt hat, von der ich bis zu diesem Zeitpunkt nur ein Lied kannte, weil es ständig durch die Medien geisterte. Ich bin dann fast vom Stuhl gekippt, als ich das Lied „Die Liste“ hörte. Eine Zeitlang war ich echt am Überlegen, Herrn Cicero ins Gästebuch zu schreiben, er möge mich als erledigt von seiner Liste streichen ;-)

In diesem Sinne: Gute Nacht und träumt was schönes ;-)

12. Oktober 2009

Forró…

… ist laut Wikipedia ein brasilianischer Musik- und Tanzstil aus dem Nordosten des Landes. Nicht nur. Forró ist auch ein zuckersüßes Täschchen, designed by Louisa Harding.

Focus on the essentials:

Anleitung aus dem Buch „Deco“, Version mit rundem Boden,

gestrickt aus „Siena Big“ von Wolle Rödel mit Ns 4 mm,

das schwarze Seidenbändchen hatte ich noch zuhause und

die Blümchen gab’s bei „Idee“


Geburtstagsgeschenk für eine liebe Seelenverwandte aus dem Nordosten diesen Landes ;-)

Danke an dieser Stelle für die Kommentare zum letzten Eintrag. Meine Ma hat die OP körperlich soweit ganz gut überstanden, war aber gestern noch sehr schlapp und geistig total durch den Wind. So hat sie mir zum Beispiel erzählt, Diana – also ich – sei am Vortag zu Besuch gewesen (was nicht stimmt). Hab mich nicht getraut zu fragen, wen sie in dem Moment vor sich sieht. Vielleicht bin ich ja mittlerweile schizophren geworden… Meine Schwester hat sie heute am Telefon gefragt, wie ihre Klamotten ins Krankenhaus gekommen sind… Man hat uns informiert, daß sie im Anschluß ans Krankenhaus in eine betreute Reha kommt. Weiter kann und mag ich noch nicht in die Zukunft gucken.